| Wo in Portugal zweimal die Sonne aufgeht |
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| Written by Jochen Faget |
| Tuesday, 24 February 2009 10:27 |
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Weltgroesster Photovoltaic Park im Alentejo. Beitrag von Jochen Faget. Er produziert saubere Energie, schafft Arbeitsplätze und lockt Touristen: Der Sonnenpark im portugiesischen Moura ist der größte der Welt. Und die Gemeinde hat weitere große Pläne. Vor knapp einem Jahr ging das größte Fotovoltaikkraftwerk der Welt im südportugiesischen Moura ans Netz. In der Zeit davor musste Bürgermeister José Maria Pos de Mina sich einiges anhören: “Die haben uns verrückt genannt, meinten, wir spinnen. Aber wir haben nicht aufgegeben, unseren Dickschädel durchgesetzt. Nur so kann man etwas erreichen“, erzählt er. Vor allem in Portugal, das beim Thema Erneuerbare Energien gern zumindest leichten Etikettenschwindel betreibt. Die Region Alentejo hat jetzt mehr zu bieten als nur schöne Strände. Die neue Attraktion ist die Sonne. Zwar hat Ministerpräsident José Sócrates, der selbst Umweltminister war, angekündigt, Portugals Energie-Mix werde 2020 zu einem Drittel aus erneuerbaren Quellen bestehen. Doch er verschweigt, dass das hauptsächlich durch umstrittene Wasserkraftwerke geschehen soll – mit schweren Folgen für die Umwelt. Sonnenkollektoren statt Schafe Dabei geht es auch anders: Das Fotovoltaikkraftwerk von Moura ist zu 100 Prozent umweltverträglich und kann 30.000 Haushalte mit Strom versorgen. Ausgerechnet über Alentejo, Portugals ärmste Provinz, ist durch das Kraftwerk das High-Tech-Zeitalter mit voller Wucht hereingebrochen.
Eine besondere Art des Tourismus Der Sonnenpark hat viel Gutes für Moura gebracht: 250 Arbeitsplätze beim Bau der Anlage, dann eine Solarzellenfabrik, die inzwischen fast 100 Personen beschäftigt, Fotovoltaikmodule für den Weltmarkt produziert und zu einem wichtigen Arbeitgeber in der strukturschwachen Region geworden ist. Im Kraftwerk selbst sind weitere 15 Personen beschäftigt. Und auch den Tourismus hat der Park angekurbelt: Immer mehr Ausflugsbusse kämen in den abgelegenen Ortsteil, sagt der Arbeiter Rogério Martins. „Es werden noch mehr Arbeitsplätze entstehen, weil immer mehr Leute das Kraftwerk sehen wollen. In den Restaurants und Cafés ist schon viel mehr los.“ „Wenn wir nichts tun, geschieht auch nichts“
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